Pfarrverband

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Denke daran, dass Gott zwischen den Töpfen und Pfannen da ist und das er dir in inneren und äußeren Aufgaben zur Seite steht.

Theresia von Avila

Advent – Ankunft des Herrn


Frére Roger Schutz hat einmal gesagt: „Advent heißt zunächst Warten, Erwarten. Das heißt Tag für Tag in sich das Maranatha, das „Komm Herr“, aufsteigen lassen.


Advent bedeutet für viele:

Sonntag für Sonntag eine Kerze mehr am Adventskranz anzünden und jeden Tag ein weiteres Türchen am Adventskalender öffnen. Die Häuser und Wohnungen werden mit Tannenzweigen und allerlei bunten Elchen und Lichtern geschmückt. Es riecht nach Glühwein und Lebkuchen.


Advent ist aber viel mehr.

Die vier Wochen vor Weihnachten sind eine Zeit der Besinnung und der Buße. Dies zeigt sich noch in der liturgischen Farbe violett. Der Advent gilt als Fastenzeit. Deshalb fehlt an den Adventssonntagen das Gloria im Gottesdienst. Ursprünglich dauerte der Advent wie auch die Fastenzeit vor Ostern 40 Tage. Er begann am Fest des heiligen Martin am 11.11..


Advent bedeutet nicht eine Weihnachtsfeier nach der anderen, sondern „Wirklicher Advent entsteht aus dem Inneren. Aus dem Inneren des glaubenden Menschenherzen und aus der Tiefe von Gottes Liebe. Aber wir müssen seiner Liebe den Weg bereiten – indem wir Liebe üben. Nicht bloß mit Worten, sondern im Ernst, nicht in Gefühlen, sondern im Tun“ (Romano Guardini).


Gerade jetzt im Advent werden wir aufgefordert Päckchen für verschiedene Organisationen zu packen. Damit ist es aber nicht getan. Ein Besuch im Altenheim wäre ein adventliches Zeichen oder auch ein Anruf, den ich schon lange vor mir her schiebe. Auf alle Fälle ist dies entspannter als den ganzen Tag durch die Städte zu hetzen auf der Suche nach mehr oder weniger sinnvollen Weih-nachtsgeschenken.


Teilen wir doch die Freude auf Weihnachten, denn „Einem anderen eine Freude zu machen, kann so viel Vergnügen machen, dass man ihm am liebsten dafür danken möchte (Henry de Montherlant).