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Denke daran, dass Gott zwischen den Töpfen und Pfannen da ist und das er dir in inneren und äußeren Aufgaben zur Seite steht.

Theresia von Avila

Kurze Chronik des Augustinerchorherrenstiftes Rottenbuch


Im 10. Jahrh. besteht ein Rodungsklösterlein über der Ammer. Dieser Zelle übergibt Herzog Welf I.am 27.12.1073 mit seiner Frau Judith seinen Besitz in Böbing mit Häusern, Wiesen, Wald und Einkünften. Der selige Bischof Altmann von Passau ist an der Gründung beteiligt, führt die Regel des Augustinus ein und entsendet Chorherren aus St. Nikola bei Passau.

Von 1085-1125 Bau der romanischen Klosterkirche. Am 06.03.1090 und 28.01.1092 gewährt Papst Urban II. die Libertas Romana, Rottenbuch wird päpstliches Eigenkloster, Zentrum der Kanonikerreform in Deutschland und päpstlicher Stützpunkt im Investiturstreit. Seit 1140  ist der jeweilige Propst von Rottenbuch auch Archidiakon r den Ammergau und Werdenfels.

1300  wird das Frauenkloster (1120 erstmals urkundlich erhnt) aufgelöst und nach Benediktbeuern verlegt.

21.04.1263 weilt der letzte Hohenstaufe Konradin in Rottenbuch und gewährt ein Schutzprivileg.

Am 27.11.1264 und 1322  legen Brandkatastrophen das Stift in Schutt und Asche.


1413  brandschatzen Tiroler Bauern das Kloster und am 13.07.1417 stürzt der Turm in sich zusammen. Auf dem Konzil von Basel erhält das Kloster 1442 das Recht der Pontifikalien ( Stab, Mitra, Brustkreuz r den Propst).

1439   1477  umfassende Bautätigkeit am Kloster und der Klosterkirche.

1514  beginnt die Wallfahrt auf dem Hohenpeißenberg, die ab 1604  ganz dem Stift einverleibt wird.

Am 23.05.1632 fällt Böbing den Schweden zum Opfer und wird in Brand gesetzt.

1632  und 1646/1648 wird das Stift geplündert.

1633- 1635  wütet die Pest in der Hofmark

1698  erwirbt das Stift Osterzell und kommt damit in den Rang der Reichsritterschaft.

Am 28.08  und 18.09.1703 wird das Stift geplündert und am 15.07.1704 erneut überfallen.

Es folgt eine neue Blütezeit r das Kloster mit reger

Bautätigkeit in Rottenbuch und auch in der Hofmark. Nach dem Überfall der Franzosen am 07.07.1800 bleibt Rottenbuch bis April 1801  besetzt.

Am 21.03.1803 überbringt der Aufhebungskommissar das Todesurteil und kündigt die Aufsung des Augustiner-chorherrenstiftes Rottenbuch zum 1.April 1803  an. 730 Jahre nach der Stiftung Herzog Welf I. existiert das Kloster nicht mehr.