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Denke daran, dass Gott zwischen den Töpfen und Pfannen da ist und das er dir in inneren und äußeren Aufgaben zur Seite steht.

Theresia von Avila

Gedanken zur Deckenmalerei St. Georg


Das östliche, dem Presbyterium zugewandte Deckengemälde zeigt die St. Georgslegende in einer dem 18. Jahrhundert angenäherten Gestaltung.

St. Georg rettet die Jungfrau durch seinen Kampf mit dem Drachen und seinen Sieg über diesen. (Georgslegende)


Der Heilige ist traditionsgemäß als gewappneter Ritter auf einem Schimmel reitend dargestellt. Rechts von ihm eine Gruppe Bewaffneter, welche dem Kampf beiwohnen und daran erinnern sollen, dass der Heilige den gesamten Stand der Ritter verkörpert. Den Rittern war ja auch der Schutz der Frauen und Kinder, d. h. Der Wehrlosen zur Pflicht gemacht. Die Jungfrau, die zum Opfer des Drachens ausersehen war, wohnt dem Kampf bei und wird von Mutter und Brüdern begleitet. Ebenso eine Gruppe von Zeitgenossen, welche als Zeugen des Kampfes gekommen sind und nun in verschiedener Intensität dessen Verlauf miterleben. Der alte Mann rechts noch voller Sorge, die Gruppe weiter links dramatisch bewegt oder bereits zuversichtlich, dass die Rettung gelingt. Unter dieser Gruppe erscheint, in die Architekturmalerei eingeschnitten das Bild der Kirche. Die zwei seitlich schwebenden Genien symbolisieren die bildenden Künste. Spätbarocke Architekturteile unterstreichen die einzelnen Motive.



In die westliche, zum Orgelchor hinleitende Architektur ist das Motiv der Stiftung des Augustiner Chorherrenstiftes Rottenbuch eingefügt.

Auch hier sind in locker geschwungenen Kartuschen Putten und andere barocke Dekorationsteile eingesetzt. Die Komposition konzentriert sich auf drei stehende Gestalten, die sich auf drei sitzende Figuren, Bischof, und zwei Prälate, zubewegen. Links die Stifter, die von einem Bauhandwerker begleitet werden. Die Stifterin bietet als Symbol ihres Stiftungsvermögens eine goldene Münze, der Stifter trägt das Protokoll. Der Bischof, als Vertreter der Kirche, heißt sowohl die Fürstlichkeiten als auch ihren Helfer willkommen. In dem lichten Raum schwebt der Ordensstifter Augustinus mit Kreuz und Herz. Im oberen Teil des Gemäldes wird die Kirche Rottenbuch in Vogelschau gezeigt, darüber die segnende Maria mit Kind. Zwei flankierende Ritter erinnern an die welfische Zeit, auf die die Gründung Rottenbuchs zurückgeht.